Reise in die Stadt der Träume. ☆

Tossa de Mar- hier findet jede verträumte Prinzessin ihr Zuhause.

Durch die Straßen Tossas zu laufen, war für mich, als würde ich durch meine eigenen Träume wandeln.

Eine wunderschöne kleine Altstadt, traumhaft enge Gassen an jeder Ecke, Bilderbuch- Cafés, süße Shops, und ganz am Ende steht eine atemberaubend gut erhaltene Burg. Am Zipfel des Städtchens, in das Meer ragend.

Von der Burg aus wird dir der Atem von türkisblauem Meer, tiefen Schluchten und unendlicher Weite geraubt.

 

Es war ein nicht so traumhafter Tag, als mein Freund und ich uns dazu entschlossen haben, von unserem Camp „Canyelles“ in das nur 5 Kilometer entfernte „Tossa de Mar“ zu fahren.

Wir wussten anfangs nicht so Recht, was wir anfangen sollten, mit diesem grauen, von Wolken durchzogenen Tag, somit konnte alles nur besser werden. Um eine Stadt anzuschauen war das Wetter dann aber doch noch gut genug, und so packten wir unsere Siebensachen und machten uns auf den Weg. Wow- es war ein wirklich hübscher Weg bis dahin aber was uns dann erwartete war noch so viel schöner!

Die Stadt liegt hinter einem Hügel versteckt und macht die Abfahrt dadurch so wunderbar aufregend.

Ich war wirklich sprachlos von dieser verschlafenen und doch so lebhaften Stadt, die mehr ein Dorf ist. Schon der touristische Teil gefiel mir sehr gut, einfach weil der Charme geblieben ist. Tossa de Mar ist sehr bunt- bunte Blumen, Palmen, Menschen. Mir hat es gefallen, die vielen Leute so aus dem Auto heraus beobachten zu können, und es schien mir so, als ob die Einwohner das auch ganz gerne täten.

Einfach still und regungslos das Treiben beobachten.

Sie sind, wie ihre Stadt: so wundervoll verträumt.

Die sitzen nämlich sehr gerne am Fenster oder ihrem Eingangstreppchen, und schauen einfach nur. Oder sie halten ihre Schwätzchen, bei denen sie alles Andere um sich herum ausblenden. Auf der Suche nach einer Parklücke haben sich mein Freund und ich mal in eine wirklich sehr schmale Einbahnstraße verirrt.

Mitten drin stand dann irgendwann einfach ein Auto abgestellt, die Fahrer draußen, leidenschaftlich laut mit einem Anwohner plaudernd. Wir haben uns wirklich geärgert, weil sie sich scheinbar nicht an uns zu stören schienen. Und mein Freund hat kein mäuschenstilles Energiesparauto. Ungelogen: es hat mindestens eine Viertelstunde gebraucht, bis sie uns bemerkten, und ihre Auto endlich in Bewegung setzten- mit einem bedenkenlosen Entgegenstrahlen!!!

Als hätten sie alle Zeit der Welt. Und als hätten wie sie.

Aber die hatten wir nicht, denn wir hatten ja noch so viel zu erkunden!

Danach nie wieder. Wir sind von diesem Tag an immer zum gleichen, teuren Parkplatz gefahren…

Die Zeit verflog wirklich regelrecht- wurde uns mit einem Blick auf unsere unmenschlich hohen Parkgebühren klar.

Aber man muss sich diesem Ort einfach anpassen, und sich alle der Zeit der Welt lassen. Beim Laufen, Eis essen und auch beim Fotos schießen…

Zeitlos sein und vor sich hin träumen. Sonst gelingt das Mittelalter- Feeling auch gar nicht!

In meinem Leben habe ich noch nie so eine eindrucksvolle Burg gesehen.

Sie ist wunderschön. Und so wunderschön erhalten. Und sie liegt direkt am Meer! Von ganz viel Grün, Bunt, und eben Blau umgeben.

Nicht zu vergessen all diese engen, kleinen Gassen, in denen sich ebenso süße Souvenir- Shops verstecken. Jedes Steinhäuschen hat diese herzigen, hölzernen, farbigen Fensterläden mit roten Geranien davor- wie aus dem Bilderbuch! Die steilen Gassen sind durchgängig aufwändig gepflastert.

Hinter jeder Ecke verbirgt sich Zeitlosigkeit und pure Schönheit.

Alles ist so klein und niedlich, in jeder Eisdiele will ich ein Eis essen, immer Stracciatella, jedes einzelne Geschäft will ich feinsäuberlich auseinander nehmen, und romantische Restaurants gibt es hier sowieso viel zu viele.

Unbedingt erwähnenswert ist es außerdem, einen Besuch in das Ledergeschäft zu wagen. Denn dort sind die Preise nicht jenseits von Gut und Böse wie man es gewohnt ist, sondern erstaunlich erschwinglich!

Von jedem Flecken der Burg aus hat man einen grandiosen Blick auf das unendlich weite, stille, tiefblaue Meer. Das liegt daran, dass die Burg und die angrenzende Altstadt auf einer Landzunge sitzen. So märchenhaft schön. Wie wirklich Alles. Die kleine Bucht „Platja d’es Codolar“an der hinteren Seite der Burg ist übrigens ein wahrer Geheim- Schnorchel- Tipp! Obwohl Felix und ich an vielen Stränden waren, wurden alle von dieser türkisblauen Bucht eingeholt. Man kann auf den riesigen, flachen, so schön aufgewärmten Steinen liegen und um die Vielfalt an den hübschen Fischen zu sehen, muss man gar nicht in die unheimliche Weite schwimmen. Highlight unseres Schnorchel- Abenteuers war eine majestätische schwarz- goldene (eigentlich ja eklig gruselige) Moräne, die ich vor lauter Aufregung aus Versehen als „Hyäne“ bezeichnet habe…upsi!

Diesen doch noch perfekt gelungenen Tag in Tossa haben wir beide mit einem romantischen Dinner in der Altstadt abgerundet. Die Auswahl war wirklich riesig, aber unser Hunger ebenfalls, und der hat uns nach einer Viertelstunde nicht noch weiter suchen lassen. Geendet sind wir bei einem sehr netten Restaurant, zuvorkommendem Personal, hervorragendem Fisch und einem Glas selbstgemachtem Sangria.

So viele schöne Erinnerungen habe ich an keine andere Stadt auf der Welt- allein schon wegen der Millionen Bilder. Von Pflastersteinen, Gassen, Fensterläden, Treppen, Burgrelikten. Von mir und meinem Freund.

Auch jetzt noch, Monate später, denke ich so oft und gerne an meine Traumstadt zurück und so bin ich- nur bei dem Gedanken daran- Zeitlos.

Und inmitten meiner Kindheitsträume.

tossatres

tossalove

tossaduo

                                                                                                                                 B.☆

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